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Markt Informationen
Romania
Nr.
Domeniu: companies&finances din data 2002-05-21
Die Weltbank unterstützt die Gebäude-Pflichtversicherung
in Rumänien
Sorin
Pâslaru

Falls
morgen ein Erdbeben stattfindet, würden 98% der Hauseigentümer
Hilfe vom Staat brauchen, da sie keine Versicherung haben.
Diese Möglichkeit ist nicht so unrealistisch, da Rumänien
diesbezüglich eines der zehn "glücklichsten"
Länder der Welt ist.
Die Lösung wäre, eine Pflichtversicherung gegen
Erdbeben- und möglicherweise Flut einzuführen. Dies
soll mit achtzig Millionen Dollar von der Weltbank unterstützt
werden.
Laut Herrn Eugene Gurenko, Senior Versicherungsbeamter der
Weltbank, verhandelt die Weltbank mit den rumänischen
Staatsbehörden über einen achtzig Millionen Dollar
Kredit um die Einführung eines Naturkatastrophenversicherungsprogrammes
zu ermöglichen.
Dieses Projekt ist tatsächlich nur ein Teil einer grösseren
Finanzierung von 150 bis 200 Millionen Dollar zwecks Verbesserung
des nationalen Notdienstes und die nachträgliche Verstärkung
einiger öffentliche Gebäude gegen Erdbeben und Überschwemmungen.
Gurenko arbeitet seit letztem Jahr an diesem Projekt. Dabei
wurde Hilfe von Denisa Dumitru geleistet. Frau Dumitru ist
gebürtige Rumänin, arbeitete als Rückversicherungsunderwriter
im amerikanischen Markt und ist in lokalen Versicherungskreisen
wohl bekannt.
In den letzten 5 oder 6 Jahren wurden verschiedene Versuche
unternommen, eine Gebäude-Pflichtversicherung einzuführen,
aber leider schlugen alle fehl. Jetzt, da die Weltbank Interesse
zeigt, sind die Chancen viel grösser, sagte Dumitru.
"Überwältigt" von so vielen Kreditanträgen
aus Naturkatastrophen betroffene Länder (letztes Beispiel
dafür ist die Türkei) hat die Weltbank begonnen,
die Gebäudeversicherungspflicht in Ländern mit hohem
Risikofaktor zu fördern.
Für ein Land mit hohen Risikofaktoren ist es immer
vernünftiger vorzusorgen als nach dem Schadensfall mitten
in der Pleite Gelder auftreiben zu müssen, erklärt
Gurenko.
Gurenko schätzt, dass das Pflichtversicherungssystem
innerhalb eines Jahres einführungsbereit sein wird. Aber
wie soll es funktionieren? Hauseigentümer müssen
Versicherungen gegen Erbeben und möglicherweise Überschwemmungen
bei rumänischen Gesellschaften abschliessen. Diese werden
Versicherungspolicen ausstellen, Werbung betreiben, Absatzwege
organisieren und Schadensabwicklung bearbeiten.
Die Versicherungsgebühr schätzungsweise in Höhe
von 15 bis 20 Dollar für ein Haus mit einem Wert von15.000
Dollar wird von den rumänischen Versicherungen erhoben
und nach Abzug einer Servicegebühr in einem Landeskatastrophenpool
eingezahlt.
Die rumänischen Versicherungen dürfen wegen ihrer
begrenzten finanziellen Stärke nur einen Teil des Risikos
für sich behalten (wahrscheinlich nicht mehr als 1 bis
5% und auch nur dann, wenn sie sich dagegen absichern können).
Zweck dieses Pools ist über einen gewissen Zeitraum genügend
Kapital anzusammeln, um rumänischen Hauseigentümern
preiswerte und verlässliche Versicherungsdeckung gegen
Naturkatastrophen durch den rumänischen Versicherungsmarkt
zu ermöglichen.
Daher ist es sehr wichtig, dass das angesammelte Kapital nur
für Schadensersatzzahlungen verwendet wird und jedwede
anderweitige Verwendung verhindert wird.
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